Schlagwort: Sorgen

  • Komm mit in den Wald – dort wird deine Seele gesund

    Komm mit in den Wald – dort wird deine Seele gesund

    Termine zum Waldtanken in Kaarst-Vorst

    Das Waldbaden-Waldtanken als eine Form der Achtsamkeit ist eine hilfreiche Anwendung gegen Stress, Überforderung, Schlafstörungen mit allen damit verbundenen unangenehmen und krankmachenden Begleiterscheinungen.

    Waldtanken hat viele Vorteile.

    – Wir üben Achtsamkeit.

    – Wir üben uns in wertfreier Wahrnehmung, was uns Gelassenheit schenkt.

    – Wir stärken unsere körperlichen Abwehrkräfte und unsere psychische Resilienz, unsere Widerstandsfähigkeit gegenüber psychischen oder emotionalen Belastungen.

    – Wir entziehen uns für eine Zeit der gedanklichen Beeinflussung und Kontrolle von außen durch Mobiltelefone und modernen Medien.

    – Wir kommen zurück zu uns selbst.

    Mehr zum Waldtanken finden Sie hier.

    Mein Angebot bei der VHS Kaarst-Korschenbroich am Sonntag, 16.10.2022, 15 Uhr finden Sie hier.

    Anmeldungen dafür bitte ausschließlich über die VHS.

  • Besser einschlafen

    Besser einschlafen

    Heute hatte ich ein alltägliches Telefonat mit einer Freundin. Irgendwie kamen wir darin zum Thema Einschlafen. Und dass so viele Menschen damit Probleme hätten. Uns interessierte gleich, wieviele Menschen damit wohl Probleme hätten. Das haben wir gleich mal geg**gelt. Und wir sind fündig geworden.

    Schon 2017 hat die DAK ermittelt, dass rund 80% der Erwerbstätigen unter Schlafstörungen leiden. (Quelle: https://www.dak.de/dak/bundesthemen/muedes-deutschland-schlafstoerungen-steigen-deutlich-an-2108960.html#/).

    Diese Zahl hat uns ganz schön umgehauen.

    Mich hat diese Information gleich dazu gebracht, eine kleine Einschlafhilfe zu formulieren. Auch wenn das Schlafbedürfnis ganz individuell gesehen werden kann, führen Einschlafprobleme früher oder später zu weiteren Beschwerden.

    Einschlafen klappt ja normalerweise ganz von selbst, wenn wir müde sind. Aber unter Stress, Belastungen, Sorgen verlieren wir diese automatische Einschlaftechnik.

    Die Sorgen vergessen und das Gedankenkarussel zu stoppen klingt so einfach, aber es gelingt besser mit einer Technik, damit wir wieder von alleine einschlafen können.

    Hier kommt eine einfache Übung, rasch und leicht einzuschlafen und auch besser durchzuschlafen.

    Atemübung

    Suche dir eine bequeme Sitzposition, in der du gut atmen kannst.

    Lege deine Zunge an den Gaumen direkt hinter die vorderen Schneidezähne. Halte deine Zunge während der gesamten Atemübung an dieser Stelle.

    Atme vollständig aus.

    Atme durch die Nase ein und zähle dabei bis 4.

    Halte den Atem an und zähle dabei bis 7.

    Atme durch den Munde aus und zähle dabei bis 8.

    Wiederhole diese Atemübung dreimal.

    Möglicherweise braucht es einige Abende mit dieser Übung, bis das Einschlafen wieder von alleine klappt. Bleiben Sie dran, der Erfolg kommt!

    Warum ist gelenkte Atmung so wirkungsvoll?

    Wenn wir bewusst tiefer und langsamer atmen, fühlen wir uns automatisch entspannter. Tiefe Atmung reguliert den Stresslevel und sorgt für mehr Sauerstoff im Organismus. Gleichzeitig beobachten wir dabei unsere eigene Atmung und üben dadurch Achtsamkeit, die als eine der wirksamsten Methoden zur Stressregulierung gilt.

    Zusätzliche können wir bereits vorher eine paar Dinge regeln, die unseren Schlaf verbessern können:

    Arbeite nicht im Bett. Keinerlei Arbeit sollte mit dem Bett verbunden sein, nur die Entspannung und der Schlaf.

    Schaffe eine angenehme Temperatur im Schlafzimmer. Erfahrungsgemäß schläft es sich leicht kühler besser als in einem überhitzten Raum. Probiere aus, was sich für dich am besten anfühlt.

    Bevor du ins Schlafzimmer gehst, schreibe alle Gedanken, die im Kopf rumgehen auf ein Blatt Papier. Mach dir bewusst, dass du damit diese Gedanken behalten wirst, aber während des Schlafs nicht zu wälzen brauchst. Wenn diese Gedanken am nächsten Morgen noch genauso wichtig sind, kannst du sie dann zu Ende überlegen.

    Verzichte bereits ab den späten Nachmittagsstunden auf Kaffee und schwarzen Tee.

    Auch Alkoholkonsum am Abend kann anregend statt beruhigend sein und den Schlaf störend beeinflussen.

    Wenn du Raucher bist, nimm nach der letzten Zigarette vor dem Schlafen zusätzlich ein paar Atemzüge mit frischer Luft am offenen Fenster.

    Schalte dein Mobiltelefon aus, den Fernseher und alles, was dich auf „Abruf“ halten könnte. Jeder Mensch hat ein Anrecht auf ungestörten Schlaf, auch du!

    Schalte alle Geräuschquellen aus, die dich beeinflussen können. Nimm die verbleibenden Geräusche, die du nicht abschalten kannst, als gegeben hin. Sag zu dir selbst einfach, „Das ist so.“

    Lege sich diese Anleitung neben dein Kopfkissen und gehe Punkt für Punkt durch, bevor du dich hinlegst. Schlaf ist eine Routine. Auch dein Schlafrhythmus muss sich wieder einspielen. Versuche, Zubettgehzeiten und Aufstehzeiten beizubehalten.

    Verzichte zunächst auf lange Abende und sonntägliches Ausschlafen, bis deine Einschlafroutine wieder automatisch funktioniert. Vertraue deinem Körper, der diese Routine gerne wieder aufnimmt, da der Körper Schlaf braucht.

    Erfahrungsgemäß wirst du nach einer Woche problemlos einschlafen können! Aber auch hartnäckige Fälle kommen meist nach 3 Wochen dann ebenfalls zum Ziel.

    Ab heute: Gute Nacht!

  • Mein Partner ist depressiv

    Mein Partner ist depressiv

    Vorneweg: Ich weiß, wie das ist.

    Du fragst dich, wie du deinen depressiven Partner unterstützen kannst und dabei selbst positiv bleiben kannst?

    Depressionen gehören zu den meist diagnostizierten psychischen Störungen. Es dauert lange, bis ein Mensch an den Punkt kommt, dass er tatsächlich wegen der typischen Anzeichen zum Arzt geht. Es beginnt mit Stress, dazu kommt Druck, meist Leistungsdruck, dann Versagensängste und die Abwärtsspirale. Du als Partner hast vielleicht schon viel früher bemerkt, dass dein Partner oder deine Partnerin nicht gut drauf ist. Er oder sie war gereizt oder sogar aufbrausend oder auch wortkarg und in Gedanken versunken. Er oder sie wollte gar nichts mehr unternehmen, hatte keine Lust mehr auf Sex, ging spät zu Bett und/oder stand extrem früh auf. Auf die Nachfrage, was los sei, kam nur als Antwort „Nix“.

    In so einem frühen Stadium können wir als Lebenspartner vielleicht noch Zugang für ein Gespräch finden. Häufig werden aber solche Menschen depressiv, die an sich selbst einen hohen Anspruch stellen, alles erledigen wollen, alles perfekt erledigen wollen und vor allem Ansprüchen gerecht werden wollen, die sie für ihre Liebsten glauben erfüllen zu müssen. Da passt es nicht ins Selbstbild, sich genau vor diesen Liebsten eine Blöße geben zu müssen, als Versager dazustehen. Also wird weitergemacht, alle Anzeichen für Stress, Überforderung und Burnout werden ignoriert. Bis der Zusammenbruch kommt, oder der Körper sich weigert weiterzumachen.

    Als Lebenspartner/Lebenspartnerin steht man hilflos daneben und kann nichts tun. Und das ist so. Lebenspartner sind keine Therapeuten. Wenn ein depressiver Mensch an dem Punkt angelangt ist, dass er Hilfe in Anspruch nehmen möchte, wird er/sie sich professionelle Hilfe suchen. Und das ist gut so. Und genau und auch nur darin können wir unseren depressiven Partner oder Partnerin bestärken und helfen.

    Was können wir als Partner oder Partnerin überhaupt tun?

    Ganz wichtig ist es, einfach da zu sein. Die Stabilität der Beziehung zu bestätigen. Verständnis zu zeigen. Geduld zu haben.

    Deutlich schwerer machen wir es einem depressiven Menschen, wenn wir ihm sagen, dass wir uns Sorgen machen. Wenn wir ihm Vorwürfe machen. Wenn wir ihm bohrende Fragen stellen.Wenn wir ihm unsere eigenen Sorgen auch noch aufbürden. Wenn wir ihn kritisieren. Wenn wir ihn gar fallen lassen.

    Auch wenn uns genau das manchmal auf dem Herzen liegt.

    Deshalb müssen wir auf uns selbst schauen. Wir müssen uns um uns selbst kümmern, damit wir nicht von der Abwärtsspirale mit erfasst werden, sondern wie eine Rettungsleiter am Rand stehen bleiben. Wir müssen unsere eigene innere Kraft erkennen, stabilisieren, vergrößern und pflegen.

    Dies können wir zum Beispiel mit einem Hobby, mit Sport, aber auch durch Information über Depressionen und Burnout und natürlich durch ein Gespräch mit einem Therapeuten oder einem psychologischen Berater.

    Und hier sollten wir nicht in die selbe Falle wie unser Partner/unsere Partnerin tappen, indem wir glauben, dass wir das alles allein schaffen, dass wir keine Hilfe von außen benötigen, dass es ein Zeichen von Unfähigkeit oder gar Schwäche sei, sich Input aus einer anderen Perspektive zu holen.

    Ganz im Gegenteil! Sich selbst einzugestehen, dass hier Hilfe von außen gut tut, ist ein Zeichen für innere Stärke und dafür, dass man seine eigenen Grenzen sehr genau wahrnehmen kann.

    Ich habe in den letzten neun Jahren diese Phasen mal mehr, mal weniger intensiv durchgemacht. Heute kann ich anderen helfen. Ich kann mich in die Situation hineinfühlen und ich habe das Fachwissen, wie es einerseits den Betroffenen andererseits auch dem Partner geht.

    Möchtest du dich einfach mal mit jemandem darüber sprechen? Gerne bin ich für dich da!

    Schreib mir eine Email an barbara@rheinbold.com, oder ruf mich an in meiner offenen kostenfreien Sprechstunde montags von 19.30 Uhr bis 20.30 Uhr unter 0171 54 21 497.