Heute ist so ein ruhiger Sonntag. Mit gehen verschiedene Gedanken durch den Kopf, nichts bestimmtes. Ich sitze am Rechner und fange an, eine kleine Übung für’s Waldtanken zu schreiben, weil mich jemand danach gefragt hat, der auf eigene Faust in den Wald möchte.
In der Übung kommen natürlich Atemübungen vor. Und dabei fällt mir ein, wie lange es schon her ist, dass ich von Margritta Fuchs Meditation und Atmen gelernt habe. Ich habe leider den Kontakt verloren, nun ja, das ist gut 30 Jahre her. Vermutlich lebt sie nicht mehr, sie wäre auch weit über 100 oder so.
Sie war eine wunderbare Lehrerin, sie verfügte über eine unglaubliche Vielfalt an Formen von Meditationen und verstand es, mir einen Zugang zur Meditation zu öffnen, der mir meinen eigenen Weg erlaubte. Ihr Credo, dass Meditation für alle Menschen zugänglich sein sollte, Frieden spendet und den Menschen Lebensqualität schenkt, teile ich voll und ganz.
Das Waldbaden-Waldtanken als eine Form der Achtsamkeit ist eine hilfreiche Anwendung gegen Stress, Überforderung, Schlafstörungen mit allen damit verbundenen unangenehmen und krankmachenden Begleiterscheinungen.
Waldtanken hat viele Vorteile.
– Wir üben Achtsamkeit.
– Wir üben uns in wertfreier Wahrnehmung, was uns Gelassenheit schenkt.
– Wir stärken unsere körperlichen Abwehrkräfte und unsere psychische Resilienz, unsere Widerstandsfähigkeit gegenüber psychischen oder emotionalen Belastungen.
– Wir entziehen uns für eine Zeit der gedanklichen Beeinflussung und Kontrolle von außen durch Mobiltelefone und modernen Medien.
Heute hatte ich ein alltägliches Telefonat mit einer Freundin. Irgendwie kamen wir darin zum Thema Einschlafen. Und dass so viele Menschen damit Probleme hätten. Uns interessierte gleich, wieviele Menschen damit wohl Probleme hätten. Das haben wir gleich mal geg**gelt. Und wir sind fündig geworden.
Mich hat diese Information gleich dazu gebracht, eine kleine Einschlafhilfe zu formulieren. Auch wenn das Schlafbedürfnis ganz individuell gesehen werden kann, führen Einschlafprobleme früher oder später zu weiteren Beschwerden.
Einschlafen klappt ja normalerweise ganz von selbst, wenn wir müde sind. Aber unter Stress, Belastungen, Sorgen verlieren wir diese automatische Einschlaftechnik.
Die Sorgen vergessen und das Gedankenkarussel zu stoppen klingt so einfach, aber es gelingt besser mit einer Technik, damit wir wieder von alleine einschlafen können.
Hier kommt eine einfache Übung, rasch und leicht einzuschlafen und auch besser durchzuschlafen.
Atemübung
Suche dir eine bequeme Sitzposition, in der du gut atmen kannst.
Lege deine Zunge an den Gaumen direkt hinter die vorderen Schneidezähne. Halte deine Zunge während der gesamten Atemübung an dieser Stelle.
Atme vollständig aus.
Atme durch die Nase ein und zähle dabei bis 4.
Halte den Atem an und zähle dabei bis 7.
Atme durch den Munde aus und zähle dabei bis 8.
Wiederhole diese Atemübung dreimal.
Möglicherweise braucht es einige Abende mit dieser Übung, bis das Einschlafen wieder von alleine klappt. Bleiben Sie dran, der Erfolg kommt!
Warum ist gelenkte Atmung so wirkungsvoll?
Wenn wir bewusst tiefer und langsamer atmen, fühlen wir uns automatisch entspannter. Tiefe Atmung reguliert den Stresslevel und sorgt für mehr Sauerstoff im Organismus. Gleichzeitig beobachten wir dabei unsere eigene Atmung und üben dadurch Achtsamkeit, die als eine der wirksamsten Methoden zur Stressregulierung gilt.
Zusätzliche können wir bereits vorher eine paar Dinge regeln, die unseren Schlaf verbessern können:
Arbeite nicht im Bett. Keinerlei Arbeit sollte mit dem Bett verbunden sein, nur die Entspannung und der Schlaf.
Schaffe eine angenehme Temperatur im Schlafzimmer. Erfahrungsgemäß schläft es sich leicht kühler besser als in einem überhitzten Raum. Probiere aus, was sich für dich am besten anfühlt.
Bevor du ins Schlafzimmer gehst, schreibe alle Gedanken, die im Kopf rumgehen auf ein Blatt Papier. Mach dir bewusst, dass du damit diese Gedanken behalten wirst, aber während des Schlafs nicht zu wälzen brauchst. Wenn diese Gedanken am nächsten Morgen noch genauso wichtig sind, kannst du sie dann zu Ende überlegen.
Verzichte bereits ab den späten Nachmittagsstunden auf Kaffee und schwarzen Tee.
Auch Alkoholkonsum am Abend kann anregend statt beruhigend sein und den Schlaf störend beeinflussen.
Wenn du Raucher bist, nimm nach der letzten Zigarette vor dem Schlafen zusätzlich ein paar Atemzüge mit frischer Luft am offenen Fenster.
Schalte dein Mobiltelefon aus, den Fernseher und alles, was dich auf „Abruf“ halten könnte. Jeder Mensch hat ein Anrecht auf ungestörten Schlaf, auch du!
Schalte alle Geräuschquellen aus, die dich beeinflussen können. Nimm die verbleibenden Geräusche, die du nicht abschalten kannst, als gegeben hin. Sag zu dir selbst einfach, „Das ist so.“
Lege sich diese Anleitung neben dein Kopfkissen und gehe Punkt für Punkt durch, bevor du dich hinlegst. Schlaf ist eine Routine. Auch dein Schlafrhythmus muss sich wieder einspielen. Versuche, Zubettgehzeiten und Aufstehzeiten beizubehalten.
Verzichte zunächst auf lange Abende und sonntägliches Ausschlafen, bis deine Einschlafroutine wieder automatisch funktioniert. Vertraue deinem Körper, der diese Routine gerne wieder aufnimmt, da der Körper Schlaf braucht.
Erfahrungsgemäß wirst du nach einer Woche problemlos einschlafen können! Aber auch hartnäckige Fälle kommen meist nach 3 Wochen dann ebenfalls zum Ziel.